berio in movement: dossier

Regie, Inszenierung:
Saskia Hölbling
Klangregie:
Wolfgang Musil
(Musik) Dramaturgie
Ferdinando Muffi
Licht:
Reto Schubiger
Maske:
Wiltrud Derschmidt


Naturale: Ein Virtuoses Tanzsolo
Berio komponierte Naturale für Viola, Schlagzeug und Zuspielband. Wie eine vierte Stimme fügt sich das Tanzsolo dem Ganzen hinzu, das das sizilianisch-folkloristische Thema von Naturale aufgreift und virtuos in einen zeitgenössischen Kontext übersetzt.

Viola:
Petra Ackermann, Schlagzeug: Wolfgang Reisinger, Choreografie: Saskia Hölbling, Moravia Naranjo, Stephen Thompson, Assistenz: Stephen Thompson, Tanz: Moravia Naranjo


Visage: Ereignisreicher Gesichtertanz
Aus fünf verschiedenen Abläufen verschiedenster Gesten und Wendungen im Gesicht fünf verschiedener Personen, die porträthaft zur Tonspur Berios abgefilmt wurden, werden während der Performance maximal drei Bilder gleichzeitig auf drei Leinwänden live zugespielt.

Video: Doron Goldfarb, Saskia Hölbling, Visages: Heide Kinzelhofer, Moravia Naranjo, Fabrice Ramalingom, Virginie Roy-Nigl, Stephen Thompson


Sequenza V für Posaune Solo
Sequenza V entstand 1965 für den Posaunisten Stuart Dempster. In Sequenza V geht es nicht nur um den emotionalen Gehalt der Musik, die der Posaunist auf seinem Instrument spielt, es geht auch um die Emotionen des Posaunisten selbst: seine eigene körperliche Präsenz, die in gewisser Weise ein unkonventionelles Verhalten verlangt.

Posaune: Johannes Ettlinger  


Luciano Berio: Wanderer zwischen Tradition und Avantgarde
In seinen Werken mischen sich Musik, Texte und Handlung zu einem labyrinthischen Gewirr. Wo aber manche Mitstreiter seiner Generation jede Berührung mit musikalisch Bekanntem meiden, gibt es für ihn keinen historischen Nullpunkt. Im Gegenteil, Berio bezieht bewusst das aus der Geschichte Bekannte – Musik und Literatur, ja sogar volksmusikalische Traditionen – mit ein: in seine elektronische ebenso wie in seine instrumentale und vokale Musik. Es gilt, dieses bereits Bekannte wieder- und wiederzulesen, es auf seine expressiven Möglichkeiten hin zu untersuchen, es zu transformieren und einfließen zu lassen in den kompositorischen Prozess, in dem sich alles Geschichtliche neu ausprägt als Gegenwärtigkeit in der Musik.
 

Eine Produktion von DANS.KIAS und der Wiener Taschenoper.
Mit Unterstützung der Stadt Wien und des Centre Chorégraphique National de Franche-Comté à Belfort im Rahmen einer Residenz.
DANS.KIAS wird subventionniert von der Kulturabteilung der Stadt Wien.