bodies in tubes: reviews

Der Standard

Zwei Körper versuchen, sich in eng aneinandergehängten Schuttrutschen zu halten.Wie in ihren beiden Vorgängerarbeiten, "body in a metal structure" und "bodies (with)in fences", lässt Hölbling auch hier dem Unheimlichen seinen scheinbar abstrakten Lauf. Wieder ein Gestell, aus dem der Körper nicht herausfindet. Doch hier wird das Klaustrophobische unserer Existenz am Radikalsten sichtbar gemacht: als Körper, die nur noch Abraum der sie beherrschenden Systeme sind. »

Helmut Ploebst


Kurier

"bodies in tubes", das neue Stück von Saskia Hölbling im Tanzquartier, ist zugleich Abschluss der Serie "Squatting Projekts", die in Zusammenarbeit mit Laurent Goldring entstand.
Die Projekte thematisieren das Verhältnis von Körpern zum urbanen Raum. Diesmal steht eine Installation mit Schuttrutschen von Goldring und Gudrun Lenk-Wane auf der Bühne. Die interessante Choreografie ist im Halbdunkel nur schemenhaft erkennbar. Hölbling und Rotraud Kern füllen die beweglichen Rohre ("tubes"), verschwinden darin, als ob sie Schutz suchen. Körperteile ragen heraus, bis die Performerinnen jede Fuge der Installation erkunden. Dabei verstärkt sich der Eindruck eines Raumes, der sich wie eine Zwangsjacke über ihre Körper stülpt. 

Silvia Kargl